Forex Positionsgrößenbestimmung

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Forex Positionsgrößenbestimmung

Eine der wichtigsten Entscheidung, die Forex-Händler stetig treffen müssen, ist die Bestimmung der richtigen Positionsgröße. Die optimale Positionsgröße hilft dabei, das Risiko zu minimieren und die Rendite zu optimieren. Deswegen sollte bei jeder guten Strategie auch ein Vorgehen verankert sein, wie die richtige Positionsgröße bestimmt wird.

Beim Forextrading ist das Risikomanagement ein zentraler Bestandteil und dazu gehört auch die richtige Positionsgrößenbestimmung. Die folgenden Informationen sind zur Bestimmung notwendig:

  • Account-Guthaben oder Equity
  • Währungspaar, das gehandelt wird
  • Prozent des Guthabens das gehandelt werden soll
  • Stoploss in Pips
  • Wechselkurs

Die Formel hierfür lautet:

((Gesamtkapital x Risiko in Prozent / Stop-Loss in Pips)) / ((Positionsgröße/ (Kontowährung/Kurswährung des Währungspaares) * 0,0001)

Ein Beispiel:

EURUSD soll gehandelt werden. Basiswährung ist Euro, Kurswährung Dollar.
Das Kapital beträgt 5.000 Euro.
Der aktuelle Wechselkurs beträgt 1,04.
Es soll maximal 1 Prozent des Gesamtkapitals riskiert werden = 0,01
Der Stop der eröffneten Position beträgt 55 Punkte
Kontaktgröße ist ein Lot, also 100.000 Einheiten der Basiswährung.

((5.000 € x 0,01) / 55 ) / (( 100.000 / 1.04)*0,0001)= 0,095 Lot

Die maximale Positionsgröße, um unter diesen Bedingungen maximal 1 Prozent des Gesamtkapitals zu riskieren, wären also 0,095 Lot.

Je nachdem, welche Währung wie einfließt, gibt es einige Unterschiede:

  • Die 0,0001 gelten nur bei 4-Nachkommastellen. Bei JPY wären es aufgrund von weniger Nachkommastellen nur 0,01
  • Es ist unter Umständen notwendig, die Basiswährung in die Kontowährung zu ändern oder umgekehrt.

Richtwert für das maximale Risiko

Die Bestimmung der Positionsgröße erfolgt teilweise auf Werten, die vom Trader selbst bestimmt werden. Besonders der maximale Verlust des Gesamtkapitals ist entscheidend. Als goldene Regel gilt hierbei in Fachkreisen, dass nicht mehr als 2 % riskiert wird.

Positionsgrößenbestimmung als Teil des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist zentraler Bestandteil des Forex-Handels. Grundsätzlich sind alle Trader daran interessiert, möglichst viel Rendite mit möglichst wenig Risiko zu erzielen. Möglich ist das nur in seltenen Fällen. Das Risikomanagement sorgt daher vielmehr dafür, dass Verluste begrenzt werden. Es beeinflusst also nicht die Gewinnwahrscheinlichkeit oder die Rendite. Risikomanagement setzt sich allein mit dem Verlustfall auseinander.

Ein Teil des Risikomanagements ist die Bestimmung der Positionsgröße. Ebenso wichtig ist der Umgang für die Begrenzung des Verlustrisikos ist der verwendete Hebel – sofern Währungen nicht direkt, sondern über CFDs gehandelt werden. Der Hebel ermöglicht es grundsätzlich, mehr Geld am Kapitalmarkt zu bewegen, als der Trader eigentlich einsetzt. Dadurch können überproportional hohe Gewinne erzielt werden. Ebenso hoch sind allerdings auch die möglichen Verluste.

Ein Beispiel zur Hebelwirkung:

EURUSD wird gehandelt, Basiswährung ist Euro, Kurswährung USD. Es wird von einer Steigerung des Kurses ausgegangen, folglich wird ein CFD auf die Währung gekauft. Als Hebel wählt der Trader das Verhältnis 1:50. Insgesamt investiert der Anleger 1.000 Euro. Dadurch werden effektiv 50.000 Euro am Kapitalmarkt bewegt. Angenommen, der Kurs von EURUSD entwickelt sich wirklich positiv und steigt um 1 %. Dann macht der Trader einen Gewinn von 50.000 Euro * 0,01 = 500 Euro. Bezogen auf das eingesetzte Kapital ergibt sich eine Rendite von 50 %. Selbiges würde allerdings auch für den Verlustfall gelten.

Die Höhe des Hebels kann vom Trader bis zu einem gewissen Grad selbst bestimmt werden und ist Teil des Risikomanagements. Je kleiner der Hebel gewählt wird, desto geringer sind die Auswirkungen der Kursentwicklungen. Zusammen mit der Wahl der Positionsgröße ist der Hebel der wichtigste Mechanismus des Risikomanagements beim Forex-Trading.

Unser Fazit zur Forex Positionsgrößenbestimmung

Die Positionsgröße ist einer der wichtigsten Faktoren beim Forextrading und hervorragend dazu geeignet, das Risiko zu bestimmen. Die Berechnung sieht zudem auf dem ersten Blick deutlich komplizierter aus, als sie eigentlich ist. Zum Glück gibt es zudem einige Hilfsmittel, die im Internet kostenfrei zur Verfügung stehen. Rechner zur Positionsgrößenbestimmung werden zudem in der Regel auch von den meisten Forex-Brokern angeboten. Der Trader muss demzufolge nicht jedes Mal alles selbst ausrechnen, sondern benötigt nur die erforderlichen Daten. Dies ist auch deswegen von Vorteil, weil eine schnelle Reaktion häufig über Gewinn oder Verlust entscheiden kann und die Rechner sehr zuverlässig funktionieren.

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