CFD Trading: handelbare Märkte

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CFD Trading: handelbare Märkte

CFDs haben sich insbesondere aufgrund ihrer vielfältigen Anlagemöglichkeiten in den vergangenen Jahren auch in Deutschland etabliert. So bietet die Möglichkeit, auch an fallenden Aktienkursen partizipieren zu können, eine interessante Alternative zum Wertpapierhandel und anderen klassischen Finanzprodukten. Welche Märkte vom CFD Handel abgedeckt werden, erfahren Sie hier.

CFDs im Überblick

CFDs waren bereits in den 1980er Jahren als Finanzinstrument aus dem Investmentbanking bekannt. Von institutionellen Anlegern (Großbanken etc.) wurden diese genutzt, um langfristig angelegtes Vermögen durch Hedging abzusichern. Dies ermöglichen Differenzkontrakte in ihrer Eigenschaft als derivatives Finanzprodukt. Da sie nicht physisch gehandelt werden, sondern ihren Preis und die Kursverläufe von einem Basiswert ableiten, können Anleger über CFDs auch an negativen Kursverläufen partizipieren. So entsteht ein Gewinn auch für den Fall, dass der Kurs beispielsweise einer Aktie entgegen den Erwartungen des Investors verläuft. Verluste können so eingedämmt werden.

Erst in den 1990er Jahren und nach einer Weiterentwicklung der CFD Grundidee durch einen Londoner Broker wurde dieses Finanzinstrument auch Privatpersonen zugänglich gemacht. Bereits wenige Jahre später konnten Differenzkontrakte dann auch in Deutschland gehandelt werden. Bis heute allerdings außerbörslich, da es sich bei CFDs um over the counter (OTC) Produkte handelt, die weder dem Handel an noch der Regulierung durch eine Börse unterliegen. Ein Trader benötigt also immer ein Handelskonto bei einem Broker, auf dem zu jeder Zeit ausreichend finanzielle Mittel hinterlegt werden müssen, um eventuelle Forderungen bedienen zu können.

infoCFDs können heutzutage also auch aus Deutschland problemlos gehandelt werden. Während beispielsweise der Aktienhandel über verschiedene Kanäle getätigt werden kann, ist der CFD Handel in der Regel nur über den elektronischen Weg mittels eines Brokers möglich. Dazu benötigt der Anleger einen PC mit Internetzugang sowie die entsprechende Software.

 

Handelbare Märkte für den CFD Handel

Die größten Broker, die im deutschsprachigen Raum vertreten sind, bieten rund 1.200 Märkte an, aus denen Anleger wählen können. Dabei ist es selbstverständlich nicht sinnvoll, das gesamte Spektrum an handelbaren Märkten auch wirklich zu traden. Vielmehr haben Anleger, die über spezielles Fachwissen auf einem Gebiet verfügen, die Möglichkeit, flexibel zu agieren. Wer beispielsweise bereits im klassischen Devisenhandel tätig ist, findet auch im CFD Handel alle wichtigen Währungspaare und kann sein gesamtes Know How hier einfließen lassen.

Insbesondere unerfahrene Anleger, die sich erst seit kurzem mit dem CFD Handel auseinandersetzen, sollten darauf achten, zu Anfangs nicht zu viele Märkte auszuwählen. In der Regel ist hier kein Spezialwissen vorhanden, so dass der Überblick schnell verloren gehen kann. Dies hat nicht selten zur Folge, dass die Positionen mit Verlust geschlossen werden müssen und der Trader einen Verlust erleidet.

Aus diesem Grund sollten CFD Trading Anfänger immer von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Fähigkeiten über die Nutzung kostenloser Demokonten zu schulen. Diese werden von zahlreichen Brokern angeboten und bieten die Chance, alle Eigenheiten des Handels mit Differenzkontrakten kennen zu lernen ohne dabei das eigene Kapital aufs Spiel zu setzen. Sobald dann ein Grundverständnis für die Mechanismen des CFD Handels vorhanden ist, sollte mit der Eröffnung kleiner Positionen angefangen und Märkte gewählt werden, die bekannt sind. Zwar locken hierzulande kaum bekannte Exoten oft mit hohen Gewinnmöglichkeiten, doch ist das Risiko auf Grund der Unkalkulierbarkeit der Entwicklungen meist zu hoch.

infoAnleger sollten sich also vorzugsweise auf Märkte konzentrieren, bei denen sie auf Fachwissen zurückgreifen können. Ist dieses generell nicht vorhanden, bieten Demokonten zu anfangs die ideale Möglichkeit, diverse Märkte kennenzulernen. Erst wenn ein ausreichender Wissensstand vorhanden ist, sollte mit dem Eröffnen kleiner Positionen begonnen werden.

 

Die populärsten CFD Märkte

Aktien

Der Handel mit CFDs auf Aktien stellt eine interessante Erweiterung zum klassischen Aktientrading dar. Durch Hedging können Aktiendepots so beispielsweise teilweise gegen Verluste abgesichert werden. Broker bieten in der Regel alle gängigen Einzelaktien aus Deutschland, England, Österreich, der Schweiz und den USA. Außerdem Basiswerte der wichtigsten Aktien aus europäischen Ländern wie Norwegen, Polen, Ungarn, Spanien oder Belgien. Dadurch finden Anleger stets interessante Tradingmöglichkeiten und können durch das Eröffnen von Long und Short Positionen sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursverläufen partizipieren.

Aktienindizes

Analog zu den Aktien finden sich auch bei den Aktienindizes Angebote aus der ganzen Welt. Darunter selbstverständlich die Leitindizes der deutschsprachigen Länder (Deutschland, Österreich und die Schweiz) sowie den USA, Japan und Großbritannien. Weiterhin ist beispielsweise auch der Index CFD Handel am Futures Markt möglich, wobei hier als Referenz die Terminbörse für Finanzderivate EUREX dient, sowie der Handel am Kassamarkt. Als Referenz dient hier das Handelssystem Xetra.

Futures

Über den CFD Handel mit Futures haben Anleger die Möglichkeit, an Kursentwicklungen relevanter Indizes aus der ganzen Welt zu partizipieren. Weiterhin ist beispielsweise auch der Euro Stoxx Future Handel verschiedener Sektoren möglich, wodurch Futures von Branchen wie dem Dienstleistungsgewerbe, der nahrungsmittelproduzierenden Industrie oder dem Technologie- und Telekommunikationsbranche getradet werden können.

Währungen

Die Möglichkeit des Devisenhandels mittels Differenzkontrakten wurde eingangs bereits erwähnt. Hier stehen alle gängigen Währungspaare des Euros zur Auswahl, darunter EUR / CHF, EUR / GBP, EUR / USD oder EUR / JPY. Dazu selbstverständlich auch Währungspaare in Fremdwährungen, wie etwas AUD / CAD, GBP / USD oder CHF / JPY.

Edelmetalle & Rohstoffe

Auch in diesem Bereich sind die Möglichkeiten für Anleger beinahe unbegrenzt. Erdgas und Öl werden dabei ebenso häufig getradet wie Baumwolle, Getreide, Zucker und Kaffee, um nur einige Beispiele zu nennen. Hinsichtlich der Edelmetalle zählen Gold, Silber und Platin zu den beliebtesten Handelsgütern.

ETCs und ETFs

Weiterhin ist beispielsweise auch der CFD Handel auf Exchange-traded Commodities (ETC), also börsengehandelte Wertpapiere möglich. Hierbei handelt es sich um besondere Zertifikate, die unbefristete Schuldverschreibungen eines Emittenten darstellen. Dahingegen handelt es sich bei ETFs (Exchange-traded fund) um passiv verwaltete Indexfonds, die an einer Börse gehandelt werden. Der CFD Handel mit diesen ist ebenso problemlos möglich.

Zusammenfassung CFD Märkte

Der Handel mit CFDs eröffnet dem Anleger also einen enormen Handlungsspielraum. Er kann aus einer Vielzahl an Märkten diejenigen wählen, zu denen er auf ein Grundwissen zurückgreifen kann. So mindert sich die Gefahr, durch unvorsichtige Positionseröffnungen auf unbekanntem Terrain Kapital zu verlieren. Das Kennenlernen der Märkte ist zudem über Demokonten und Simulatoren möglich, die von vielen Brokern angeboten werden. Diese Möglichkeiten sollten unbedingt genutzt werden, um Fachwissen zu sammeln, bevor das Trading mit CFDs beginnen kann.

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