Turbo-Handel (30 / 60 Sekunden)

binary options

Der Turbo-Handel mit Binären Optionen bezieht sich auf eine Laufzeit ab 10 Sekunden.  Standard sind hier zwischen 30- und 60- Sekunden, manchmal auch 120 Sekunden. Diese Optionsform für Call- und Put-Optionen wird bei vielen Brokern immer noch “60 Sek.” genannt, weil man sie anfänglich allein auf 60 Sekunden festgesetzt hatte. Viele Broker haben nun erkannt, dass auch noch kürzere Optionen von 30 Sekunden und leicht längere Phasen über zwei bis fünf Minuten für die Trader sehr interessant sind.

 

Was sind Turbo-Optionen?

Turbo Optionen sind klassische Call-Put-binäre Optionen mit extrem kurzen Laufzeiten. Einige Broker bieten den Handel Turbo-Optionen oder auch 30- und 60-Sekunden Optionen genannt mit Laufzeiten ab 10 Sekunden an. Gägnig sind 30-, 60 und 90- Sekunden. Der sehr kurzen Laufzeit verdanken Turbo-Optionen Ihren Namen.

 

Wie ist ein 30 / 60 Sekunden Turbohandel zu bewerten?

Turbo OptionenDer Turbohandel über 30 / 60 Sekunden mit Binären Optionen ähnelt sehr dem Scalping mit klassischen Derivaten. Die Scalper versuchen dabei, im Zeitfenster von Sekunden und Minuten kleinste Bewegungen mitzunehmen. Dabei gehen sie durchaus unterschiedlich mit der Absicherung der Position um: Einige Scalper versuchen, sofort einen börslich platzierten Stopploss zu setzen, möglichst mindestens einen Punkt über ihrem Einstieg, wenn sie ein Derivat mit Gebühr gehandelt haben (Knock-out oder klassische Option). Beim Handeln von CFDs (vielfach gebührenfrei) genügt ein Stoppkurs auf Einstieg. Wenn eine Gebühr von rund 12 Euro für den Roundturn entsteht, muss die Position so hoch kapitalisiert sein (über 1.200 Euro), dass ein Punkt die Gebühr erwirtschaftet. Binäre Optionen werden grundsätzlich gebührenfrei gehandelt, daher ist bei einigen Brokern (z.B. BDSwiss) der Turbohandel schon mit fünf Euro möglich. Es gibt aber bei klassischen Derivaten auch die Möglichkeit, ganz ohne Stopploss zu handeln und die Position “freihändig” OTC wieder zu verkaufen.

 

30 Sekunden OptionFair

 

Die letztgenannte Variante verlangt mehr Nerven und Aufmerksamkeit, denn ein börslich platzierter Stopp ist bis auf die Slippage eine recht sichere Sache. Bei Binären Optionen schwebt der Trader nun völlig im luftleeren Raum, denn nach dem Buchen hat er keine Möglichkeit mehr, einzugreifen. Der Kurs kann nach 30 bis 60 (bis 120) Sekunden einen Gewinn eingebracht haben oder nicht. Die Kontrolle darüber hat der Trader mit dem Klick oder Tipp auf den “Kauf”-Button abgegeben. Es sei Einsteigern mitgeteilt, dass das nicht jedermanns Sache ist und dass 30 Sekunden sehr lang werden können. Dennoch gelten die 30 / 60 Seconds Turbo Optionen als sehr beliebt, sie wurden schon ab 2008 - mit der Freigabe Binärer Optionen für Privatanleger - von den Brokern angeboten. Die Online-Technik erlaubte zu diesem Zeitpunkt schon die Übermittlung von Orders im Millisekundenbereich. Beim klassischen Brokerage mit dem Telefon (üblich vor dem Jahr 2000) wären so kurzfristige Zeitfenster undenkbar. Mit dem Turbohandel nun - egal ob Scalping mit klassischen Derivaten oder 30 / 60 Sekunden Handel mit Binären Optionen - treten neue Spielregeln in Kraft, welche die Trader kennen müssen.

 

Unterschiede zwischen Turbohandel 30 / 60 sec. und klassischem Trading

Das klassische Trading kann sich nach wie vor auf einige traditionelle Regeln der Charttechnik stützen, die auch der Internethandel nicht außer Kraft gesetzt hat. Es gibt immer noch Trends, Breakouts, 1-2-3-Formationen, SKS-Formationen inklusive ihrer Umkehr und so fort. Wer im längeren Minutenbereich (ab 30 Minuten Haltedauer) bis zum Stundenbereich handelt (also alle Daytrader), kann mit diesen Regeln operieren, die vielfach publiziert wurden. Erst recht gelten diese Regeln im Positionshandel zum Beispiel mit Aktien. Hierbei werden Positionen über Tage, Wochen und Monate, manchmal auch über Jahre gehalten. Alle Chartformationen und alle fundamentalen Erkenntnisse, die teilweise Jahrzehnte und auch schon Jahrhunderte (!) alt sind, gelten nach wie vor. Für das Scalping hingegen gibt es kaum ernstzunehmende Fachliteratur, der Sektor ist einfach zu jung.

 

Noch jünger ist der Handel mit Binären 30 / 60 Sekunden Optionen. Die Unterschiede zum klassischen Trading sind gravierend: Der Day- oder Positionstrader erkennt eine Preisgrenze, deren Über-/Unterschreiten einen Trend initiieren könnte. Dort platziert er seinen Kaufstopp. Sollte die Position eingebucht werden, setzt der Trader einen Stopploss in der Nähe der nächsten Unterstützung (Call-Position) oder des nächsten Widerstands (Put-Position). Die zwischenzeitlichen Schwankungen ignoriert der Anleger, sie sind für ihn “Marktrauschen”. Ganz anders der Scalper: Er lebt vom Marktrauschen, Support & Resistance sind für ihn viel zu weit weg. Noch anders der Trader von 30 / 60 sec. Binären Optionen: Er kann ein Signal erkennen, daraufhin die Position einbuchen und anschließend nur noch ein Stoßgebet gen Himmel senden, dass die Kursrichtung über 30 bis 60 Sekunden hält. Wie gesagt: Das ist wirklich nicht jedermanns Geschmack.

 

Fazit: Praktisches Trading von 30 / 60 Sekunden Optionen im Binären Handel

Wenn ein Trader Turbo-Optionen handelt, muss er sich ein Bild über den Mikrochart machen. Dieser könnte beispielsweise ein stärkeres Momentum und eine nicht zu kleine Volatilität aufzeigen, die zu einer eindeutigen Kursbewegung in eine Richtung über die Dauer von mindestens 30 oder 60 Sekunden führt. Das ist bei Binären Turbo-Optionen entscheidend: Die Richtung darf nicht permanent innerhalb einer Minute wechseln, dann hätte der Trader keine Chance. Des Weiteren gibt es auch im Mikrochart kleine Anhaltspunkte, die eine Kursbewegung oder auch einen Trendwechsel initiieren. Zu erkennen sind sie im Minutenchart, der Trader muss also über ein Chartsoftware mit der Darstellung von Stäben über eine Minute verfügen. Sollte der Anleger nun zur Auffassung gelangen, dass der Kurs eine eingeschlagene Richtung über 30 bis 60 Sekunden beibehalten dürfte, kann er die entsprechende Turbo-Option buchen. Es ist mit Fehlversuchen zu rechnen. Die Gewinne liegen bei rund 80 %, denen ein Totalverlust (oder eine kleine Erstattung von rund 10 %) gegenübersteht. Es müsste also etwas häufiger gewonnen als verloren werden, damit der Trader am Ende verdient.

 

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