Der binäre Handel mit Call- und Put-Optionen –

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Geschrieben von Matthias Nemack   Veröffentlicht: Montag, 13. Oktober 2014

Aller Anfang ist schwer – das können Anleger oft aus leidvoller eigener Erfahrung als Einsteiger berichten. Die Lösung des Problems ist wie immer darin zu sehen, dass sich Händler zu Beginn eben ein wenig Zeit nehmen sollten, um sich mit allen Hintergründen der jeweiligen Investments vertraut zu machen.

 

Die goldene Regel lautet dabei: Niemals alles auf einmal wollen, sondern lieber Schritt für Schritt einarbeiten. Für den Handel mit binären Optionen bedeutet dies, dass sich Trader am Anfang am besten aufs Wesentliche bei Handelswerten und Handelsarten konzentrieren sollten. Der Klassiker unter den Handelsarten sind die Call- und Put-Optionen.

 

Trader sagen Anstieg oder Rückgang der Basiswert-Kurse vorher

Der Terminus „Call“ steht beim Traden in diesem Zusammenhang für die Erwartung eines steigenden Kurses bei einem bestimmten Instrumente aus der Liste der handelbaren Vermögenswert, die Binäre Optionen Broker anbieten. Den Call-Optionen gegenüber stehen „Put“-Optionen, bei denen Händler vom Gegenteil, also einem sinkenden Kurs der getradeten Basiswerte, ausgehen.

 

Broker-Kunden müssen also zunächst einmal eine Prognose dazu abgeben, welche Kursveränderungen sie erwarten. Darüber hinaus müssen Laufzeiten für die Call- und Put-Optionen festgelegt werden, wobei sich dies im Binärhandel in seinem Standard-Format auch auf alle anderen Handelsarten zutrifft.

 

Sehr kurze Laufzeiten eher für für Trader mit Erfahrungen sinnvoll

Die Bandbreite der Laufzeiten liegt – je nach Broker und Investitionsbereitschaft – bei einer Minute (in einigen Fällen sogar bei nur 30 Sekunden) bis zu mehreren Monaten, meist aber höchstens ein Jahr. Der 60-Sekunden-Handel, wie er beim Handel mit binären Optionen zum Einsatz kommen kann, wird eher Kennern der Materie empfohlen, da hier doch einiges Geschick vorausgesetzt wird.

 

binreSo müssen Trader hier schon über recht genaue Analyse-Fähigkeiten verfügen, um die richtigen Entscheidungen auf Basis bestehender Trends zu treffen. Optionen mit Laufzeiten von mehreren Stunden oder Tagen bieten sich trotz aller Chancen im Bereich des Daytradings (Öffnen und Schließen von Positionen an einem einzigen Handelstag) für Anfänger am ehesten an.

 

Hohe Volatilität gerade beim Devisenhandel

Steigt der Kurs oder sinkt der Kurs eines Basiswerts? Dies müssen Händler abwägen, um mit Call- und Put-Optionen erfolgreich zu sein. Die besagten Basiswerte (auch Underlyings genannt) können ebenso gut Aktien und Indizes sowie Rohstoffe oder Devisenpaare. Zu sagen ist, dass gerade der Devisenmarkt sehr volatil ist.

 

Dies bedeutet, dass sehr kurzfristig massive Schwankungen der Basiswerte auftreten können. Die Aussage, dass Trader nach dem System „alles oder nichts“ investieren, ist im Grunde genommen durchaus zutreffend. Doch inzwischen bieten Broker Kunden im Wettbewerb Extras an, die einen Totalverlust verhindern können. Hierbei kann es sich entweder um vorab eingerichtete Limits, eine Stop-Loss-Funktion oder fixe Verlustabsicherungen handeln.

 

Gelegenheit zur Einrichtung einer Verlustabsicherung

binre-optionen-kurse-sellIm zuletzt genannten Punkt sind je nach Broker im Verlustfall Rückzahlungen von 5,00 bis maximal 15,00 Prozent die Regel. Bei anderen Binäre Optionen Brokern können Trader Call- und Put-Optionen erstellen, bei denen das Verhältnis zwischen maximaler Rendite und drohendem Verlust vom Händler bestimmt wird. Eine höhere prozentuale Absicherung bringt automatisch niedrigere Höchstrenditen mit sich. Der wesentliche Vorteil der Call- und Put-Optionen besteht genau darin, dass das Risiko kalkulierbar ist. Entweder verliere ich meinen Einsatz oder ich erziele den Gewinn, den die Handelsplattform des Brokers zuvor genannt hat.

 

Die Unwägbarkeiten der Kursentwicklung ergeben sich unter anderem aus wichtigen politischen und wirtschaftlichen Ereignissen (etwa Zinsanhebungen, internationalen Krisen oder Arbeitsmarktdaten). Auch die Umsetzung der Optionen ist denkbar einfach. Geringe Mindesteinsätze erlauben den Call- und Put-Handel schon mit kleinem Budget, schon ab 1,00 Euro kann bei einigen Brokern gestartet werden.

 

Verluste und Gewinne sind zum Einstiegszeitpunkt bekannt

Sicherheitsleistungen über die Mindesteinlage hinaus müssen meist nicht hinterlegt werden, da der Einsatz grundsätzlich vom vorab eingezahlten Guthaben auf dem Händlerkonto abgebucht wird. Beträgt die Rendite bei einer Call-Position im Moment der Orderausführung 80 % und hat ein Trader einen Betrag von 100 Euro investiert, steht bei erfolgreichem Ausgang ein Gewinn von 80,00 Euro an.

 

Welche Schlusskurse zugrunde gelegt werden, hängt vielfach von der Zeitspanne bis zur Umsetzung am jeweiligen Handelsplatz ab. So kann es einige Minuten bis zur Eröffnung oder Schließung dauern. Dies wiederum kann zu Kursabweichungen führen. Diese aber sind beim Call- und Put-Handel weniger gefährlich als etwa beim „Grenz“- oder „Border“-Handel, bei dem mindestens einmal während der Laufzeit ein vom Trader vorhergesagter Kurswert erreicht werden muss.

 

Ein höheres Risiko und eine daraus entstehende höhere Rendite können Händler in diesem Bereich des Binärhandels in Angriff nehmen, indem sie auf so genannte exotische Werte setzen. Gemeint sind damit Werte, die an den Handelsplätzen eher selten gehandelt werden und oft deutlich schwankungsanfälliger als die meist gehandelten Underlyings sind.